Ruhr Nachrichten vom 05.07.05
"Ganz aus der Sicht der Betroffenen fand jetzt das 2. Patientenseminar der Dortmunder Prostata-Selbsthilfegruppe statt. Über ein Dutzend Mediziner aus ganz Deutschland stellten im Eugen Krautscheid Haus die gesamte Bandbreite an Behandlungsmöglichkeiten vor. Während der Freitag den schulmedizinischen Heilmethoden wie Strahlentherapie oder Operation gewidmet war, stand der Samstag unter dem Blickpunkt der Alternativmedizin. "Ich hab früh verstanden: Man muss der Manager seiner eigenen Krankheit sein", sagte ein Vorstandsmitglied der Selbsthilfegruppe und selbst Patient. Es gebe so viele Therapien, da falle es schwer, die richtige zu finden. Deshalb waren diese Tage sehr wichtig für die Betroffenen, um sich einen Überblick zu verschaffen. Denn jeder Krankheitsverlauf ist unterschiedlich, ob gutartige Vergrößerung, Krebs oder zum Beispiel Inkontinenz als Folgeerkrankung. Ein Problem, dass die Krankenkassen alternative Methoden oft nicht bezahlen wollen...
Ein Höhepunkt bildete der letzte Vortrag: Vorsitzender Ulrich Grosche präsentierte eigene Ergebnisse vereinsinterner Studien zur Wirkung von komplementären Maßnahmen wie einer gesunden Ernährung und der Stärkung von Psyche und Immunsystem."