Wechselwirkung zwischen Seele, Nerven und Immunsystem
November 2005
Ängste, Trauer oder Dauerstress reduzieren die Abwehrleistung.
Dabei kann es zu einem Teufelskreis kommen!
Krankheit und Ängste machen die Seele depressiv; das lähmt die Abwehrkräfte Die Widerstandskräfte lassen weiter nach, Ängste verstärken sich und Beschwerden nehmen zu. Schließlich gibt der Patient sich selbst auf! Es gehört sehr viel innere Kraft dazu, ohne psychische Hilfen mit den Belastungen fertig zu werden. Naürlich gibt es kein Dasein ganz ohne Ängste und Trauer. Seelisch bewältigt, können sie sogar zu einem bewussteren Leben führen. Bedenklich wird es erst dann, wenn negative Gedanken die Oberhand gewinnen, wenn diese Gedanken das ganze Denken und Fühlen beherrschen, wenn sich der Patient aufgegeben hat!
Grundlage von Therapieerfolg ist der Umgang des Betroffenen mit seinem Leben und seiner Krankheit. Seine Einstellungen, seine Sichtweise, sein Umgang, seine Aktivitäten, seine Wünsche und Ziele gegenüber seinem persönlichen Leben sind das Fundament, auf dem sich sowohl die Erkrankung entwickeln konnte wie auch die Heilung geschieht. So wird jede Behandlung auf Dauer erfolglos bleiben, wenn der Erkrankte sich selbst ablehnt oder keinen Lebenswillen mehr hat. Umgekehrt zeigt sich bei den unerwarteten Genesungen, dass ein starker Lebenswille, gepaart mit einer liebevollen Bejahung seiner selbst und seines Lebens, enorme Selbstheilungskräfte freisetzt, die in einzelnen Fällen sogar ohne jede Behandlung zur Genesung führen (=Spontanheilungen). Je stärker seelische Belastungen für einen Menschen sind, desto eher laufen Abwehrreaktionen ab. Diese sind - wie bereits erläutert - natürliche zelluläre Vorgänge und helfen dem Menschen, seine seelische Stabilität zu wahren. Indem der Betroffene eine Position einnimmt, in welcher er sich mit seinem Schicksal auseinandersetzt und sich mit seinen Selbsthilfekonzepten in den Genesungsprozess einbringt, verlässt er die Rolle des passiven Opfers: Aus dem Betroffenen wird ein Handelnder! Die enorme Freisetzung der inneren Selbstheilungskräfte kann mehr als 50% der Therapie ausmachen - ja, sie ist die Grundlage jeden Therapieerfolges - wie wir dies bei unserer Selbsthilfearbeit immer wieder beobachten können...Fortsetzung folgt.